|
Bericht aus dem
Bürgerecho
Alexanderschule ist eine der zwei Schulen im Kreisgebiet mit
eigenem Sanitätsdienst / Barmer Ersatzkasse sponserte Ausrüstung
Am besten ist es, wenn sie nicht benötigt werden. Schlimme Folgen aber
kann es haben, wenn sie benötigt werden und nicht vorhanden sind. Die
Rede ist von Sanitätern.
An der Wallenhorster Alexanderschule ist ein solcher Notstand nicht zu
befürchten. Hier engagieren sich seit einigen Monaten zehn Schülerinnen
und Schüler und eine Lehrerin als Schulsanitäter. Dabei ist die
Schulsanitätsgruppe viel mehr als eine herkömmliche
Schularbeitsgruppe, denn die Mitglieder bilden sich nicht nur in ihrer
Freizeit dafür aus, sie stehen auch während der Schulzeit im Notfall
bereit, um Erste Hilfe zu leisten.
Für diese wertvolle Arbeit überreichte ihnen am Dienstag (10. Februar)
Petra Metzner, Bildungsreferentin beim Jugendrotkreuz (JRK)
Landesverband Niedersachsen, ein sogenanntes Starter-Kit mit Sanitätsdiensttasche,
zwei Warnwesten und einer Konzeption zum Schulsanitätsdienst.
Finanziert hat die nötige Ausrüstung die Barmer Ersatzkasse.
Gegründet hat die Schule den Sanitätsdienst auf Initiative ihres
ehemaligen Schülers Patrick Bäune. Der 16-Jährige – in 2003 mit dem
"Stein des Anstoßes" für sein ehrenamtliches Engagement
ausgezeichnet – war dazu durch seine aktive Mitgliedschaft im
Jugendrotkreuz angeregt worden.
An der Alexanderschule nahm sich Lehrerin Marlene Funke der konkreten
Organisation an. Sie überzeugte zehn Kinder und Jugendliche von diesem
Dienst am Nächsten: Anne Flottemesch, Karina und André Gammert, Mario
Kolodziej, Sarah Langwagen, Jennifer Pösse, Janin Dreyer, Juri Weber,
Alexander Wekowzow und Eduard Grundmann. Sie alle opferten freiwillig
zwei komplette Samstage, an denen sie bei Yvonne Tölle und Robert
Mehring vom Deutschen Roten Kreuz Ortsverein Wallenhorst die
Grundkenntnisse der Ersten Hilfe lernten. In der Zukunft werden in vierwöchigem
Abstand weitere Ausbildungsnachmittage folgen, um die Kenntnisse zu
festigen und auszuweiten.
Bei der Übergabe des Starter-Kits betonte Petra Metzner, die
Alexanderschule sei die erste Schule im Bereich des JRK-Kreisverbandes
Osnabrück-Land, an der ein solcher Sanitätsdienst eingerichtet worden
sei. Im Kreis Osnabrück ist sie nach einer Schule in Bohmte die zweite
und die erste Hauptschule.
Nach Metzners Aussage profitieren auch die jungen Sanitäter selbst
von dem Engagement für ihre Mitmenschen: "Sie lernen neben der
Ersten Hilfe auch Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein", erklärt
sie. Auch bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz könnte dies von
Nutzen sein, da viele Betriebe soziales Engagement bei der Besetzung von
Stellen zugunsten des Bewerbers berücksichtigten.
Die Nachwuchssanitäter sind schon jetzt begeistert bei der Sache.
"Auf die weiteren Lehrgänge sind sie regelrecht heiß",
berichtet Marlene Funke. Auch ihren ersten Einsatz haben sie bereits
erfolgreich hinter sich gebracht, indem sie einer Mitschülerin nach
einem Schwächeanfall buchstäblich wieder auf die Beine halfen. |