Der Schulsanitätsdienst

Jetzt war es endlich soweit: Der von der Barmer Ersatzkasse gesponsorte Schulsanitätskoffer wurde den Schulsanitätern der Alexanderschule vom DRK-Landesverband Niedersachsen übergeben. Gern nahmen die elf Schüler/innen, die sich in ihrer Freizeit mit der Ersten Hilfe befasst und einen Sanitätsraum eingerichtet hatten, das sogenannte Starter-Kit in Empfang.

Was aber ist überhaupt der Schulsanitätsdienst? Der Schulsanitätsdienst bietet die Möglichkeit, verunglückte Schüler/innen schnellstmöglich durch Mitschüler/innen versorgen zu lassen. Die Schulsanitäter/innen leisten bei Unfällen in der Schule Erste Hilfe, d. h. sie betreuen verletzte Personen bis zum Eintreffen des Rettungswagens. Die Hilfeleistungen werden in der Pause, im Sportunterricht, bei Schulveranstaltungen oder bei Sportveranstaltungen (z. B. Bundesjugendspiele) durchgeführt.

Folgende Schüler/innen der Alexanderschule haben sich bislang als Schulsanitäter ausbilden lassen:

Anne Flottemesch (7b), Carina und Andre Gammert (7c), Mario Kolodziej (8b), Marina Piel, Jennifer Pösse, Sarah Langwagen, Janin Dreyer, Juri Weber, Alexander Wekowzow und Eduard Grundmann (alle 9b).

 

Bericht aus dem Bürgerecho

Alexanderschule ist eine der zwei Schulen im Kreisgebiet mit eigenem Sanitätsdienst / Barmer Ersatzkasse sponserte Ausrüstung
Am besten ist es, wenn sie nicht benötigt werden. Schlimme Folgen aber kann es haben, wenn sie benötigt werden und nicht vorhanden sind. Die Rede ist von Sanitätern.
An der Wallenhorster Alexanderschule ist ein solcher Notstand nicht zu befürchten. Hier engagieren sich seit einigen Monaten zehn Schülerinnen und Schüler und eine Lehrerin als Schulsanitäter. Dabei ist die Schulsanitätsgruppe viel mehr als eine herkömmliche Schularbeitsgruppe, denn die Mitglieder bilden sich nicht nur in ihrer Freizeit dafür aus, sie stehen auch während der Schulzeit im Notfall bereit, um Erste Hilfe zu leisten.
Für diese wertvolle Arbeit überreichte ihnen am Dienstag (10. Februar) Petra Metzner, Bildungsreferentin beim Jugendrotkreuz (JRK) Landesverband Niedersachsen, ein sogenanntes Starter-Kit mit Sanitätsdiensttasche, zwei Warnwesten und einer Konzeption zum Schulsanitätsdienst. Finanziert hat die nötige Ausrüstung die Barmer Ersatzkasse.
Gegründet hat die Schule den Sanitätsdienst auf Initiative ihres ehemaligen Schülers Patrick Bäune. Der 16-Jährige – in 2003 mit dem "Stein des Anstoßes" für sein ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet – war dazu durch seine aktive Mitgliedschaft im Jugendrotkreuz angeregt worden.
An der Alexanderschule nahm sich Lehrerin Marlene Funke der konkreten Organisation an. Sie überzeugte zehn Kinder und Jugendliche von diesem Dienst am Nächsten: Anne Flottemesch, Karina und André Gammert, Mario Kolodziej, Sarah Langwagen, Jennifer Pösse, Janin Dreyer, Juri Weber, Alexander Wekowzow und Eduard Grundmann. Sie alle opferten freiwillig zwei komplette Samstage, an denen sie bei Yvonne Tölle und Robert Mehring vom Deutschen Roten Kreuz Ortsverein Wallenhorst die Grundkenntnisse der Ersten Hilfe lernten. In der Zukunft werden in vierwöchigem Abstand weitere Ausbildungsnachmittage folgen, um die Kenntnisse zu festigen und auszuweiten.
Bei der Übergabe des Starter-Kits betonte Petra Metzner, die Alexanderschule sei die erste Schule im Bereich des JRK-Kreisverbandes Osnabrück-Land, an der ein solcher Sanitätsdienst eingerichtet worden sei. Im Kreis Osnabrück ist sie nach einer Schule in Bohmte die zweite und die erste Hauptschule.
Nach Metzners Aussage profitieren auch die jungen Sanitäter selbst von dem Engagement für ihre Mitmenschen: "Sie lernen neben der Ersten Hilfe auch Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein", erklärt sie. Auch bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz könnte dies von Nutzen sein, da viele Betriebe soziales Engagement bei der Besetzung von Stellen zugunsten des Bewerbers berücksichtigten.
Die Nachwuchssanitäter sind schon jetzt begeistert bei der Sache. "Auf die weiteren Lehrgänge sind sie regelrecht heiß", berichtet Marlene Funke. Auch ihren ersten Einsatz haben sie bereits erfolgreich hinter sich gebracht, indem sie einer Mitschülerin nach einem Schwächeanfall buchstäblich wieder auf die Beine halfen.

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